01.04.2026 10:00Das weltbekannte Cuxhavener Bollwerk "Alte Liebe" findet bei den Urlaubern besonders großen Anklang, vielleicht auch, wegen der interessanten Geschichten, die fest mit dem Namen verknüpft sind: Zu Beginn des 18. Jahrhunderts sollte die stetige Erosion des Cuxhavener Ufers an der Elbe unterbunden werden. Zu diesem Zweck wurden drei ausgemusterte Schiffe in der Form eines Dreiecks am so genannten "Haupt" -wie die Landzunge zu dieser Zeit hieß- versenkt und mit Pfählen verstärkt. Eines der Schiffe hieß "Galliot", was "Liebe" bedeutet. Dieser Schiffsname wurde zum Namensgeber des bekannten Bollwerks an der Elbe.
Mit der Zeit wurde die "Alte Liebe" immer stärker befestigt, um der Tide, den Sturmfluten und dem Eisgang zu trotzen. Die erste Anlegestelle mit einer Landungstreppe für die Raddampfer aus Hamburg entstand an der geschützten Ostseite des Bollwerks.
Bis 1970 war die
"Alte Liebe" Anlegeplatz für den Seebäderverkehr nach Helgoland, doch seit dem letzten größeren Umbau 1981 wird sie ausschließlich als Aussichtsplattform für Touristen und Einheimische genutzt. Obwohl die Elbmündung etwa 20 km breit ist, führt die Fahrrinne direkt an der "Alte Liebe" und am "Steubenhöft" vorbei, wodurch die Schiffe für die Besucher der Plattform zum Greifen nahe scheinen.
Die "Alte Liebe" ermöglicht Besuchern einen Ausblick auf den regen Schiffsverkehr im Elbefahrwasser, einem der größten Schiffahrtswege der Welt.